Das soziokratische Entwicklungsgespräch

Aktualisiert: Aug 17

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Das soziokratische Entwicklungsgespräch ist eine konstruktive Alternative zu klassischen Formaten des Mitarbeiter*innengespräch. Es ist eine wohlwollende Reflexion, mit Fokus auf das Stärken von Stärken und das Aufzeigen und Fördern des Entwicklungspotenzials von Mitarbeiter*innen.


Vielen Dank an meinen Kollegen, Thorsten Scherbaum, für das gemeinsame Video!


Soziokratie bedeutet einfach übersetzt “Wir regieren gemeinsam.” und ist eine Organisationsform, die Gleichwertigkeit, Transparenz und Feedback fördert.

Soziokratische Strukturen ermöglichen die effiziente Mitbestimmung vieler und schafft damit Mitverantwortung. Vier Basisprinzipen sind die Grundlage dafür, weitere Elemente fördern das Erreichen von gemeinsam gesteckten Zielen und bringen Struktur ins Gespräch und in die Prozessabläufe.



Ein Format mit großer Wirkung

Eines dieser Elemente ist das soziokratische Entwicklungsgespräch.

In moderierten Rederunden gibt es nach der Vorstellung des Aufgabenbereiches zwei Runden zum Thema Würdigungen und Stärken, Entwicklungspotenziale und Verbesserungsvorschläge. Am Ende wird gemeinsam ein Entwicklungsplan für die Umsetzung der Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

Um ein möglichst differenziertes Feedback aus verschiedenen Perspektiven zu bekommen, sind beim Gespräch mehrere Personen dabei: Der/die Vorgesetzte*r, jemand aus der gleichen Hierarchieebene und eine von der/dem Feedbackempfänger*in geführte oder angeleitete Person.




Die vier Leitfragen

+ Was gelingt der/dem Feedbackempfänger*in in Bezug auf seine/ihre Aufgaben gut? + Welche Stärken hat die/der Feedbackempfänger*in darüber hinaus? + Welche Entwicklungspotenziale und Verbesserungsvorschläge sehe ich? + Wie kann ich dazu beitragen, damit sich die Potenziale entfalten können?



Eure persönliche Vorbereitung

  • Als Feedbackempfänger*in: Überlegen Sie sich von wem Sie Feedback erhalten möchtest. Fragen Sie diese Kolleg*innen dazu an und findet einen gemeinsamen Termin (ca. 1,5 Stunden).

  • Macht euch alle zu den oben genannten Fragen im Vorfeld Gedanken.

  • Auch wenn Sie Feedbackempfänger*in sind, werden Sie jeweils als Erste auf die Fragen antworten.


3 wesentliche Erfolgsfaktoren

Ich empfehle die Gespräche zu dokumentieren, ob schriftlich als Protokoll, oder sogar als Video. Einerseits dient es der Erinnerung an Vereinbarungen und anderseits ist es für die/den Feedbackempfänger*in ein Geschenk, sich der Fülle an Entwicklungspotenzialen und Stärken im Nachgang bewusst zu werden.

Eine externe Moderation bereichert das Format ungeheim. Mit einer Gesprächsleitung können sich alle Beteiligten auf den Inhalt des Gespräches fokussieren. Auch bei Online-Entwicklungsgesprächen ist dies sinnvoll. (Dafür stehe ich gerne zur Verfügung.)

Ein weiterer Tipp: Seien Sie als Leitung als Erstes die Feedbackempfänger*in. So erleben Ihre Mitarbeiter*innen diese neue Form durch Ihren Mut und sind danach bei ihrem eigenen Gespräch gelassener, weil sie das Format schon kennengelernt haben.


Wenn Sie das Entwicklungsgespräch reizt, starten Sie einen Gegentrend zu “ned gschumpfa isch gnuag globt” und gestalten Sie den Kulturwandel in der Arbeitswelt selbst, den Sie sich wünschen! Wenn Sie Fragen dazu oder noch weitere Inspirationen zu Mitarbeiter*innengespräche habt, schreiben Sie mir gerne.

Kontakt

Büro für Kollaborationskultur - Lisa Praeg

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