KONSTRUKTIVE PROVOKATION: Workshops im vorarlberg museum

Aktualisiert: 29. Nov 2019

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Fathi, ein hoch engagierter Kulturvermittler im vorarlberg museum, hat mich eingeladen im Rahmen der aktuellen Ausstellung von Nolde Luger eine Workshop-Reihe anzubieten.

Geboren 1991, war mir Nolde Luger und seine Arbeit kein Begriff. Fathi erzählte mir von Nolde. Wer er ist und für was er steht. Das, was ich höre, spricht mich an – viel mehr als das Wort Provokation. Ich lerne, dass Nolde Luger, sich für das Neue einsetzt, sich mit einem Status Quo nicht zufriedengibt, Menschen, Themen und Handlungen infrage stellt und dabei nicht müde wird.




Im Laufe dieser Erzählung entsteht bei mir der Begriff "Konstruktive Provokation". Das ist es nämlich, mit was ich mich befasse: Wie wird aus einem „Nein“, „das ist blöd“, „so geht’s ja gar nicht“, „hab ich doch gleich gesagt, dass das nicht klappt“, „da müsste man was ändern“ ein „Lass uns darüber reden und zu einer gemeinsamen Lösung kommen“? Wie gelingt es uns, als Gesellschaft in einen konstruktiven Dialog zu gehen, unterschiedliche Meinungen zu hören und – oh Evolution – daraus lernen, dabei erkennen, dass wir nicht alles wissen und immer mehr eine Gleichwertigkeit herstellen?

Die Ausstellung im vorarlberg museum ist politisch, historische Bildung. Wir, und da nehme ich mich bewusst in die jüngere Generation hinein, wissen viel zu wenig, wie früher Landes- und Gesellschaftspolitik gestaltet wurde.



Liegt hier nicht ein großer Schatz vergraben? Was können wir aus dem politischen Engagement von früher für das politische Engagement für heute zu lernen? Welche Mühen könnten sich Jugendliche der Fridays for Future Bewegung sparen? Wo sind die Hebel, durch die Veränderung und Gleichberechtigung in Bewegung gesetzt werden? Sind es dieselben Hebel wie früher oder haben sie sich verändert?


Ein bisschen stolz bin ich und schmunzeln muss ich, als ich in der Ausstellung sehe, dass mein Papa, Peter Praeg, mit seinem Unternehmen „Optik Praeg“, Kunde von Nolde Luger war. Die Werbeplakate und Kundenbriefe fand ich immer witzig und ansprechend. Nun weiß ich auch warum! Wenn sich solche Kreise schließen, spüre ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin und dass der Apfel doch gar nicht so weit vom Baum gefallen ist, wie ich manchmal meine.



Dass ich nun eine Workshop-Reihe in einer Ausstellung halten darf, in der ich die Courage zur grafischen Provokation meines Papas sehe, ist ein großes – unverhofftes Highlight!


Zur Workshop-Anmeldung: https://www.vorarlbergmuseum.at/ausstellungen/reinhold-luger-grafische-provokation/


Die Ausstellung ist höchst empfehlenswert!

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