FAQ´s zur soziokratischen Klassensprecher*innenwahl

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Ziel der Initiaitive "Soziokratische Klassensprecher*innenwahlen" ist es, alternative Nominierungsmethoden im Schulalltag zu verankern und neue Impulse für die politische Bildung der jungen Generation zu setzen.


Seit 2019 gibt es die Broschüre "Anleitung zur soziokratischen Klassensprecher*innenwahl" und es gibt einige mutige Bildungspioneer*innen, die bereits dieses neue Format ausprobiert haben. Uns ist das gemeinsame Lernen ein großes Anliegen. In diesem Blogeintrag finden Sie die häufigsten Fragen, die aufkommen, wenn Sie sich neu mit diesem Thema befassen.


Sollte Ihre Frage nicht darunter sein, freuen wir uns sehr über eine Nachricht von Ihnen, damit wir sie beantworten und in diesen Wissenskatalog aufnehmen können.



Wie lange dauert dieser Wahlprozess circa?

Mit einer geübten Gruppe und je nach Gruppengröße 60-120 Minuten. Für den ersten Versuch sollte genügend Zeit einplant werden - es ist ein Lernszenario für Sie und für die Klasse. Unsere Empfehlung ist es, das Thema im Fach politische Bildung aufzunehmen und das neue Wahlvorhaben vorbereiten. Machen Sie den Schüler*innen verständlich, warum die Wahl dieses Mal anders ablaufen wird. Eine anschließende Reflexion zum Wahlprozess rundet den politischen Impuls zudem gut ab. In der Praxis für das Büro für Kollaborationskultur und die Mitglieder der Initiative "Soziokratie macht Schule" einen halbtätigen Einführungsworkshop inkl. Erarbeitung der Rollenbeschreibung durch, um am nächsten Tag am Vormittag die Wahl und die Reflexion optimal umzusetzen.



Wer schreibt bei der Wahl mit?

Die Moderation/Wahlleitung oder von ihr Beauftragte. Das Einbinden von helfenden SchülerInnen unterstützt die Identifikation mit dem Wahlprozess.



Kann die Wahl auch unterbrochen werden und am nächsten Tag fortgeführt werden, bei mangelnder Konzentration der Kinder?

Die Empfehlung ist es, die Rollenbeschreibung an Tag 1 zu machen, damit die Kinder eine Nacht darüber schlafen und sich auf die Nominierung vorbereiten können. Wenn trotzdem die Konzentration nachlässt, ist die Empfehlung mit den Schüler*innen gemeinsam eine Lösung dafür suchen anstatt die Wahl selbstbestimmt zu vertagen oder gar in einen anderen Wahlmodus zu wechseln, "weil es zu lange dauert". Es könnte nach der Meinungsrunde eine kleine Gruppe geben, zb. alle bereits Nominierten, die bis zum nächsten Tag (moderiert) einen Vorschlag bringen.

Falls Konzentrationsmangel in Ihrer Klasse nichts Neues ist, empfehlen wir das Kreisgespräch und die Qualitäten der Soziokratie zuerst etablieren. Lassen Sie sich dafür ruhig ein Jahr Zeit und bereiten Sie in dieser Zeit einen guten Boden für Ihren ersten Durchlauf der soziokratischen Klassensprecher*innenwahl vor. Es geht im Grunde um einen Kulturwandel, dafür müssen Sie nicht umbedingt die Wahl soziokratisch umgesetzt haben.



Wie übt man Kreisgespräche ein?

Lassen Sie die Schüler*innen in einen Kreis sitzen und nach der Reihe sprechen. Am besten zu Themen, wo es wichtig ist, dass sie alle zu Wort kommen. Dabei hilfreich ist es, darauf hinzuweisen, nur das wirklich Wichtige und Notwendige zu sagen. "Spickzettel" können als Gedankenstütze helfen, ebenso wie begrenzte Redezeit.

Kontakt

Büro für Kollaborationskultur - Lisa Praeg

Telefon + 43 680 3127376
Mail lisa@kollaborationskultur.com

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